Stadträte der Bündnisfraktion spenden Sitzungsgelder an Alkanti

Die Bündnisfraktion im Görlitzer Stadtrat, bestehend aus Bürger für Görlitz, Bündnis90/Die Grünen, Freie Liste Motor Görlitz und SPD, übergab am 30. September 2019 einen symbolischen Scheck über 600 Euro an den Alkanti Magazin e.V. Die Stadträte hatten einstimmig beschlossen, die Sitzungsgelder aus der feierlichen Amtseinführung von Oberbürgermeister Octavian Ursu an den Görlitzer Verein zu spenden. Fraktionsvorsitzende Yvonne Reich (Bürger für Görlitz): „Wir wollen mit dieser Spende die ehrenamtliche Arbeit des Vereins unterstützen und unsere Wertschätzung zum Ausdruck bringen. Es ist wichtig, dass es solche Angebote gibt, bei denen mit viel Herzblut Menschen bei ihrem Weg aus der Sucht geholfen wird.“

Der Alkanti Magazin e.V. ist für suchtkranke Menschen in Görlitz ein wichtiger Halt und Anlaufpunkt. Gleichzeitig leistet Alkanti wertvolle Präventionsarbeit. Zum Beispiel in Schulen, wo Kinder und Jugendliche über das Thema Sucht ins Gespräch kommen. Mit Betroffenen ebenso wie mit der Polizei. Auch die Hochschule Zittau/Görlitz lädt Alkanti regelmäßig ein.

Für Suchtkranke bietet der Verein einen Tagestreff in der Jakobstraße an. Sehr beliebt sind dort der Spielevormittag und der Frühstückstreff. Einmal in der Woche wird ein leckeres Mittagessen zum kleinen Preis gereicht. Betroffene bekommen Unterstützung bei Dingen, mit denen sie allein überfordert wären. Das ehrenamtliche Alkanti-Team hilft beim Ausfüllen von Formularen, begleitet die Leute aufs Amt oder ist einfach zum Reden da. Der Verein organisiert zudem ein alkohol- und drogenfreies Sommerfest sowie eine Silvesterparty, damit Betroffene Normalität und Geselligkeit ohne Versuchung erleben. Angepackt wird auch für Görlitz: Der Alkanti-Magazin e.V. betreut und pflegt das Schachbrett im Stadtpark.

Zum Verein gehören drei Selbsthilfegruppen. Eine für Alkohol-, eine für Drogensucht und eine Frauengruppe. In Kontakt kommt der Alkanti-Verein mit den Betroffenen zumeist über eine Kooperation mit der Station für Abhängigkeitserkrankungen im Städtischen Klinikum. Hier ist Alkanti einmal pro Woche zu Gast, stellt sich den Patienten vor und erklärt die Hilfsmöglichkeiten nach der Therapie im Klinikum.

Viermal im Jahr erscheint das Alkanti-Magazin in deutscher und polnischer Sprache in einer Auflage von 2000 Stück. Es  wird an vielen verschiedenen Orten in Görlitz und Zgorzelec verteilt. Unterstützung für seine gemeinnützige Arbeit erhält der Verein vom Jobcenter über die sogenannten 1-Euro-Jobs. Im kleinen Rahmen helfen die Stadt Zgorzelec und die Sparkasse finanziell. Das reicht aber nicht aus. Der Verein ist somit auf Spenden angewiesen.

Fotonachweis: Görlitz Insider
auf dem Foto v.l.n.r.: Uwe Mutschmann (Stellvertretender Vereinsvorsitzender von Alkanti), Marion Dünnbier (Vereinsvorsitzende Alkanti), Yvonne Reich (Fraktionsvorsitzende der Bündnisfraktion), Dietmar Hawelky (Schatzmeister Alkanti)

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