Die Bündnisfraktion im Görlitzer Stadtrat hat sich über die von Oberbürgermeister Octavian Ursu angekündigte Verkehrsberuhigung an der Neiße erfreut gezeigt. In einer Presseerklärung gab die Stadtverwaltung bekannt, dass die ab der Jakob-Böhme-Straße beginnende Tempo-20-Zone auf die Uferstraße und Hotherstraße ausgedehnt wird. Außerdem soll in diesem Bereich eine Geschwindigkeitsanzeige angebracht werden.

Mike Altmann (Freie Liste Motor Görlitz) von der Bündnisfraktion hatte in der letzten Stadtratssitzung die Sicherheit von Radfahrern und Fußgängern thematisiert und dafür geworben, nicht erst Maßnahmen zu ergreifen, wenn es zu Unfällen kommt. „Ich bin sehr erfreut, dass sich die Verkehrsexperten der Verwaltung sich dieses Themas nochmals angenommen und auf Initiative von OB Octavian Ursu eine Lösung gefunden haben. Damit werden nun auch die jahrelangen Bemühungen der Anwohner der Hotherstraße und des Bürgerrats Altstadt/Nikolaivorstadt/Klingewalde belohnt. Das zeigt, dass sich bürgerschaftlicher Einsatz lohnt“, so Altmann.

Die Situation auf der Hotherstraße ist bereits seit zwei Jahren immer wieder thematisiert worden. Nach der Fertigstellung der Rothenburger Straße nahm der Durchgangsverkehr spürbar zu. Aufgrund der engen Straße, der schmalen Gehwege und entgegenkommender Radfahrer kommt es immer wieder zu gefährlichen Situationen. „Wir hoffen, dass die Verkehrsberuhigung die Lage entspannt, wozu regelmäßigere Kontrollen beitragen“, erklärte Mike Altmann. In den letzten zwei Jahren wurde nur einmal auf der Hotherstraße durch die Stadt Görlitz die Geschwindigkeit überprüft, ergab eine Antwort der Verwaltung auf die Anfrage im Stadtrat.

Bereits in der letzten Legislaturperiode wurde das Problem im Stadtrat mehrfach thematisiert. Eine Anfrage von Joachim Schulze (Bündnis90/Die Grünen) führte zwischenzeitlich zum Aufbringen des Hinweises auf Tempo 30 auf die Fahrbahn an der Altstadtbrücke.

Kommentar schreiben